Montag, 8. März 2010

Nachtlese - Nachlese - The Night at the Oscars

Als ich dann gestern von der backstage party oder aftershow party oder wer-geht-noch-irgendwo-mit-hin party kam, war ich einfach zu alle, um zu checken, dass ich ja noch ganz wahnsinnig wichtige events vergessen hatte zu erzählen oder durch Bilddokumente zu belegen.
Heut ist is ja sicher zu spät, denn sämtliche Zeitungen werden voll davon sein, aber da hab ich mir nun die Mühe gemacht und all die Fotos hochgeladen und mir die Finger wund getwittert, da liefer ich doch gern die Bildchen nach, zu denen gestern keine Zeit mehr war. Und ich bin noch zu schlapp, um diese tonnenschweren Papierbündel hochzuheben.
Und außerdem hab ich ja total verschwitzt, die Sandra Bullock zu erwähnen,

da war ich sicher wieder im Vestibül und bin dem Dings oder dem Bums nachgejagt.
Mein Gesamteindruck vom Event war schon der, dass man an allen Ecken und Enden gespart hat. Nur die Stare und Starinnen waren glamourös, die Feier als solche hatte nicht die Opulenz der früheren Jahre. Vielleicht liegts aber auch an den Filmen? Die aber werden immer aufwendiger. Ich denk da nur an „Avatar“, der war ja nun nicht grad auf der Schrotthalde zusammengeschustert.
Kann auch nicht schaden, wenn die Academy Awards people mal auf die Groschen kucken, und das überschüssige Geld sinnvoller einsetzen. Schließlich backen die Bambis und Filmpreises und was nicht alles auch etwas kleinere Brötchen. Hier, in Euro-Land. Krise ist überall.
Diesen Film „Precious“, von dem ich einen längeren trailer gesehen hab, und der von Oprah Winfrey sehr gesponsort wurde, hätt ich ja gern gesehen. Aber wo läuft der jetzt? Auf den Zettel damit.

Und dann fiel mir noch auf, dass es ja wohl ein schöner Zug war (oder eine fiese Stichelei?), dass Barbra Streisand den Oscar für die beste Regie an Kathryn Bigelow überreichen durfte, wenn man bedenkt, dass sie ja mal für „Yentl“ nach dem Preis lechzte. Damals hat sie „nur“ den Golden Globe für ihre Regie bekommen, und für den Oscar war ihre Regiearbeit gar nicht erst nominiert worden. Da hätte sie dann die erste Frau mit einem Oscar für die beste Regie sein können. Aber nebbich. Nu isse zumindest Überreicherin an die erste Regisseurin. Is ja nich nix.

Und ob ich mir den „The Hurt Locker“ antue? Der klingt schon sehr, sehr nach wehtun. Und menschliche Bomben und überhaupt Krieg – nicht so mein Thema. Aber es gibt ihn ja, wenn man täglich davon im Radio hört, im Fernsehn sieht, dann sollte das eigentlich genügen. Allerdings hat sich eine Frau, Kathryn Bigelow, mit dem Thema künstlerisch auseinandergesetzt, und allein das wär es schon wert, zu schauen, was sie gemacht hat.
Also, auf den Zettel damit. Things to do.
„Crazy Heart“ kommt auf meinen Zettel, weil ich ja einen weichen Fleck hab im Herzen für die Country Sänger. Heißt das so? To have a soft spot for something?
Auf jeden Fall hab ich jetzt eine weiche Birne und freu mich auf mein kuscheliges Bett im Zwergenheim.

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